2025_08_Bergwald Projekt Moor-32.jpg
Nachhaltigkeit

Unser Klima-Engagement: Regional durchgeführt – global wirksam

28.07.2026

Im Rahmen des finanziellen Klimabeitrags fördern wir seit vielen Jahren Klimaschutzmaßnahmen – seit 2025 verstärkt mit Fokus auf Projekte nahe unseres Hauptstandortes in Hannover. Erfahre, wie es zu dieser Entscheidung kam und wie die regionalen Projekte trotzdem auf globaler Ebene Effekte entfachen.

Geschrieben von Thilo Schwarzer

Klimaschutz vor der eigenen Haustür

Ökologisches Engagement ist unerlässlich – dessen sind wir uns bei der WERTGARANTIE Group bewusst. Besonders in Zeiten, in denen medial und auch gesellschaftspolitisch andere Themen im Vordergrund stehen, übernehmen wir als Unternehmen aus unserer Überzeugung heraus gesellschaftliche Verantwortung. Daher fördern wir auch in diesem Jahr Klima- und Naturschutzprojekte. Während wir im letzten Artikel zu dem Thema unter anderem noch über zertifizierte Klimaschutzprojekte im globalen Süden berichteten, fördern wir nun gezielt Projekte in Niedersachsen. Aber wie kam es zu dieser Entscheidung und was macht die geförderten Projekte aus?

Unser Ziel ist es, Klimaschutz aktiv voranzutreiben und dabei für Interessierte sowie unsere Mitarbeitenden erlebbar zu machen – und das gelingt vor allem über nahegelegene und greifbare Projekte. Denn kurz gesagt: Der Erde ist es egal, wo Emissionen entstehen bzw. durch Klimaschutzmaßnahmen eingespart werden. Aus diesem Grund unterstützen wir in diesem Jahr drei regionale Klimaschutzprojekte.

Von einer Treibhausgasquelle zu einer Treibhausgassenke

Unsere ursprüngliche Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner für (regionalen) Klimaschutz, Bergwaldprojekt e.V., kam über die Förderung der Diepholzer Moorniederung zustande. Erfreulicherweise konnte der Einsatz zur Renaturierung des Moorgebietes 2025 erfolgreich abgeschlossen werden.

Seitdem fördern wir das Moorgebiet Hannoversche Moorgeest bei Burgdorf. Durch die Nähe zu unserem Standort in Hannover konnten wir den Einsatzort bereits während einer Projektwoche des Vereins besuchen. Wir haben aus erster Hand einen Eindruck zum Zustand des Moores, den nötigen Maßnahmen und der Arbeit des Vereins mit seinen Freiwilligen erhalten. Ziel des Projektes ist es, das Moor wiederzuvernässen, sodass es sich von einer Treibhausgasquelle hin zu einer Treibhausgassenke wandelt. Gesunde Moore speichern global doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammen, obwohl sie nur 3 % der globalen Landfläche einnehmen. Um diesen Zustand zu erreichen, ist dieses Jahr zusätzlich ein freiwilliger Arbeitseinsatz für unsere Mitarbeitenden im Rahmen eines Corporate Volunteerings am Einsatzort geplant.

2025_08_Bergwald Projekt Moor-8.jpg

Auf dem Weg zur Arbeitsstelle im Moorgebiet.

2025_08_Bergwald Projekt Moor-39.jpg

Um das Moor zu renaturieren, entfernen die Freiwilligen sowie die Projektleitenden gezielt Birken aus dem Moor.

2025_08_Bergwald Projekt Moor-17.jpg

Die Bäume werden entweder mit der Hand- oder mit der Kettensäge entfernt. Alternativ werden Bäume auch geringelt.

2025_08_Bergwald Projekt Moor-1.jpg

Eine wohlverdiente Frühstückspause für die Freiwilligen im Camp.

2025_08_Bergwald Projekt Moor-18.jpg

Ein gesundes Moor kann Treibhausgase aufnehmen, bei Hochwasser als Rückhaltebecken fungieren sowie einen Lebensraum für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten bieten.

Slide 1 von 5

Erholung für Wald und Mensch

Der nahegelegene Harz ist für viele unserer Mitarbeitenden Wohn- und Erholungsort. Doch so berühmt das Mittelgebirge ist, so schlecht ist sein Zustand an manchen Stellen: Zahlreiche Fichten-Monokulturen sind durch eine Kombination aus hohen Temperaturen, Unwetterereignissen und dem Borkenkäfer schwer beschädigt oder gar zerstört worden.

Um diesen Zustand zu verbessern und den Menschen in der Region wieder einen attraktiven Ort zum Leben und zum Erholen zu schaffen, fördern wir ein Projekt von Bergwaldprojekt e.V. zur Renaturierung des Naturgebietes. Ziel ist es, tote Flächen wieder aufzuforsten und langfristig die bestehenden Monokultur-Flächen in Mischwälder umzuwandeln. Denn ein gesunder Mischwald ist einer Monokultur in allen ökologischen Aspekten überlegen: So erhöht beispielsweise die verbesserte Biodiversität die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Sturmereignisse. Zudem helfen die unterschiedlichen Wurzelsysteme, Erosion aufgrund von langanhaltender Trockenheit zu reduzieren und den Wasserhaushalt besser zu regulieren, was wiederum die Bodenqualität und die langfristige Produktivität des Waldes sichert. Zusätzlich bieten Mischwälder mehr Pflanzen- und Tierarten einen langfristigen Lebensraum und nehmen mehr CO₂-Emissionen als Monokulturen auf.

Denken und handeln in Dekaden

Genau dieser Zielzustand wird auch beim geförderten Waldprojekt von Pina.Earth im Wendland angestrebt. Besonders bei einem Blick auf die Zahlen wird klar: Hier besteht Handlungsbedarf! Denn 98,8 % der geförderten Fläche besteht momentan aus Kieferreinbeständen. Solche Monokulturen wurden besonders nach dem Zweiten Weltkrieg gepflanzt, um schnell und verlässlich Holz zu erhalten. Den angestrebten Zielzustand der verschiedenen Baumarten und viele weitere Informationen findest du in unserem individuellen Projekt-Dashboard.

Von der Arbeit vor Ort konnten sich auch die Vorstandsmitglieder Udo Buermeyer und Konrad Lehmann bei einem Projektbesuch überzeugen. „Besonders überrascht bin ich von der zeitlichen Dimension des Projektes: Hier wird nicht in Kalenderwochen oder Monaten gerechnet, sondern in Dekaden. Momentan ist man darum bemüht, die Folgen der Entscheidung von vor etwa 50 bis 70 Jahren zum Pflanzen einer Monokultur zu beheben. Dieses Vorhaben wird auch weit über 50 Jahre dauern, bevor es wirklich merkbare Unterschiede ausmachen wird.“, so Udo Buermeyer.

Wir freuen uns, dass wir verlässliche Partner gefunden haben, deren Klimaschutzprojekte stark mit unseren Vorstellungen und Anforderungen übereinstimmen. So können wir gemeinsam regional und gleichzeitig global langfristig Gutes tun.

2025_10_EBK_Waldprojekt_Wendland-14.jpg

Von der Monokultur zum Mischwald: Waldbesichtigung im Wendland.

2025_10_EBK_Waldprojekt_Wendland-6.jpg

Die farblichen Gebiete auf der Karte zeigen die bewirtschaftete Waldfläche. Die graue Einfärbung signalisiert dabei, dass in einem jeweiligen Gebiet die Kiefer der meistverbreitete Baum ist.

2025_10_EBK_Waldprojekt_Wendland-27.jpg

Unser Vorstand Udo Buermeyer stellt sicher, dass der Eichelhäher genügend Futter hat.

2025_10_EBK_Waldprojekt_Wendland-53.jpg

Vorstandsmitglieder Konrad Lehmann und Udo Buermeyer haben das Waldprojekt mit unserem Nachhaltigkeitsmanager Thilo Schwarzer in Gartow besichtigt.

Slide 1 von 4

Ob Ausbildung von SDG-Scouts, Corporate Volunteering-Einsätze oder unsere Mission „Reparieren statt Wegwerfen“: Unser Engagement ist vielfältig. Informiere dich über weitere Projekte.

Weitere Infos